Die letzten ruhigen Tage haben sehr gut getan. Die Ruhe im Außen kommt immer mehr auch im Innen an. Ich habe endlich Zeit und Raum, mir überfällige Gedanken zu machen. Ich übe weiter am Yoga (noch immer geil)…  

… und fange sogar an, zu meditieren (eine sehr großartige Entdeckung). Es tut alles so gut. Die Zeit mit Dominique ist entspannt: Wir stimmen uns ab, lassen der jeweils anderen ihren Raum. Wir ratschen auf Teufel komm raus oder sitzen einträchtig schweigend nebeneinander, oft schmökern wir in unseren Büchern.   Der Abschied fällt uns beiden schwer. Für Dominique ist es schlimmer: Sie bleibt alleine im quasi leeren Ressort zurück.  

Bei mir könnte man derweil sagen: Wehe, wenn sie losgelassen… Kaum aus dem Ressort heraus gibt es schon wieder etwas zu erzählen.

Von David nach Panama-Stadt

Der erste Teil der Reise verläuft vorbildlich. Mit dem Bus fahre ich eine Stunde nach David (2,40$) und vom Busbahnhof mit dem Taxi zum Flughafen (4,00$). Nach relativ langer Warterei am Flughafen – wer erwartet bitteschön, dass die Panameños so reibungslos transportieren? – verläuft der Flug nach Panama Stadt gut. Bis ich im Anflug merke, dass ich auf dem Tocumen International Airport lande statt auf dem in Albrook, von dem aus ich nach Bocas del Toro geflogen bin. Ups, weitere Strecke ins Hotel und an diesem Flughafen gibt’s kein kostenloses Wlan. Ich kann mir also kein Uber bestellen… Ein reguläres Taxi für 30$ scheint mir inzwischen übertrieben. Also entscheide ich mich für die Öffentlichen. Ist ja sicher super angebunden, der Flughafen. Hust. Ja oder halt auch weniger super.   Mit meinem Rucksack (er wiegt inzwischen stolze 19.8 kg: Rum, Kaffee und Kakao schlagen langsam zu Buche) laufe ich los. Und laufe. Und laufe. Ca. einen Kilometer weit. Im Dunkeln. Dort finde ich eine Bushaltestelle und zwei wartende Panameñas. Die sich beklagen, dass schon ewig kein Bus mehr vorbeigekommen ist. Bis dann ein kleiner Privatbus vorfährt – Typ schwarzer Kastenwagen mit 10 Sitzplätzen – und „Plaza Cinco de Mayo“ = meine Richtung heraustönt. Netterweise verrät mir eine der Damen, wieviel die Reise kosten darf (3$) und schon hoppeln wir los. Ich komme mir zwischenzeitlich leicht gekidnappt vor. Aber nachdem ich das Bussystem so langsam hinterschaue, ist es okay.   Am Platz des 5. Mai angekommen frage ich mich zum Hotel durch. Und das wunderbare an meinem Mega-Rucksack: Ich werde nicht angemacht. Scheint ein wenig attraktives Accessoire zu sein. Jetzt geht es ab ins Bettchen, damit ich für meinen morgigen Ausflug ausgeruht bin.