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Madeira zur Weihnachtszeit ‒ So zauberhaft kitschig

Madeira an Weihnachten birgt einen besonderen Zauber: Wenn sich die Atlantikinsel ab Anfang Dezember unter Tonnen von Deko-Kitsch, aufwändigen Krippen und üppiger Weihnachtsbeleuchtung biegt, kennen Touristen und Einheimische kein Halten mehr. Das inoffizielle Weihnachts-Motto der Madeirer lautet „Mehr ist mehr!“ Und wie recht sie haben. Denn das Ergebnis ist absolut sehenswert! Kommst Du mit?

Funchal und seine Weihnachtsbeleuchtung der Superlative

Während kleinere Städte wie Santa Cruz, Ribeira Brava oder Ponta do Sol in den ersten Dezembertagen nach und nach ihre Weihnachtslichter anknipsen – je nachdem, wann die Dekorationsarbeiten eben abgeschlossen sind – erleuchtet die Weihnachtsbeleuchtung in Funchal pünktlich zur Adventszeit jedes Jahr am 1. Dezember. Ganz logisch, dass wir bei unserer weihnachtlichen Madeira-Tour als allererstes die blinkende Pracht der Inselhauptstadt ansteuern.

(Neu hier? Uns und wir, fragst Du Dich? Ja, ich hab da so eine Angewohnheit: Ich beziehe Dich als meinen Leser gerne mit in meine Abenteuer ein. Dir geht das zu schnell? Na, dann lerne mich doch erstmal kennen – und entscheide später, ob Du wirklich mit mir das weihnachtliche Madeira entdecken möchtest. Für alle anderen: Wir parken jetzt erstmal unser Auto in der Tiefgarage des Pestana C7-Hotels, ziehen Schal und Mütze über und dann kann unser Weihnachtsabenteuer losgehen.)

Funchal ist quasi das weihnachtliche Epizentrum von Madeira ‒ Weihnachtsbeleuchtung inklusive. Rund um Weihnachten blinkt Madeiras Hauptstadt und leuchtet vom Atlantik bis weit hinauf in die Berge. Am besten laufen wir direkt vom Parkhaus aus los und erkunden die Weihnachtsbeleuchtung auf der Strandpromenade von Funchal. Seit Anfang Oktober haben fleißige Mitarbeiter der Stadtverwaltung hier tatkräftig unzählige Lichterketten an Bäumen angebracht und riesige Lichtinstallationen aufgebaut.

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Meine weihnachtlichen Highlights in Funchal:

  • Ein überdimensionierter Weihnachtsbaum: Mit sagenhaften 30 Metern voller LED-Lichter und gekrönt von einem riesigen Stern zieht der prächtige Weihnachtsbaum von Funchal Kleine und Große, Einheimische und Touristen gleichermaßen in seinen Bann. Durch einen der zwei Eingänge kann man sogar das Innere des „Baums“ betreten, der rundum ein super Fotomotiv abgibt. Und weil das noch nicht ausreicht, wechselt er auch noch jede Minute seine Farbe.
  • Der Lichtertunnel: Ein Weihnachtsspektakel für alle Sinne ist der Multimedia-Tunnel, in dem eine spektakuläre Show aus Weihnachtsmusik und Lichtern die Sinne schier überwältigt. Einfach nur wow! (Und definitiv nichts für Epileptiker.)

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  • Der Blick vom Hafen aus über die Stadt: Funchal liegt in einem Talkessel und ist von steilen Hängen umgeben. Soweit das Auge reicht, überziehen unzählige Lichter das Umland der madeirischen Hauptstadt. DAS nenne ich Weihnachtsbeleuchtung!
Einfach atemberaubend: die Weihnachtsbeleuchtung in und um Madeiras Hauptstadt Funchal.
  • Die Maroni-Verkäufer: Geröstete Esskastanien sind auf Madeira ein lokaler Weihnachtsbrauch, der einfach dazugehört. (Etwa so wie bei uns Glühwein oder Plätzchen.) Allein auf der Promenade in Funchal steht alle 10 Meter ein Stand, an dem wir diese gesunden Leckereien erwerben können. Dabei hüllt der Rauch der Kastanienröster fast schon mythisch die weihnachtlich geschmückte Promenade ein.
Weihnachtsbräuche Madeira: Stand mit Esskastanien
Röstkastanien sind ein lokaler Weihnachtsbrauch, der auf Madeira einfach dazugehört.
  • Irgendwann biegen wir nach links ab in die beleuchteten Gassen der Altstadt. Hier bummeln wir staunend an den übergroßen Engelsfiguren vor der Sé Kathedrale von Funchal. Vielleicht geht es Dir genauso, aber ich bin besonders verliebt in die vielen Bäume, die nur so vor Lichterketten triefen – und natürlich in die gigantischen Krippen. Doch dazu gleich mehr.

Was lieben wir Weihnachtsfrauen- und männer besonders? Na klar: Einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Und natürlich brauchen wir darauf nicht zu verzichten: Auf Funchals Prachtmeile, der Avenida Arriaga, sind unzählige Buden und Stände aufgebaut. Ähnlich wie in Deutschland oder Österreich finden wir dort leckeres Essen, Süßkram und alkoholische Getränke.

Anders als in Deutschland sind die Getränke dort jedoch nicht warm, sondern gekühlt. Zahlreiche Liköre werden ausgeschenkt, Craft Beer und Poncha – Madeiras Nationalgetränk, ein Cocktail mit Rum und frischen Fruchsäften – fließt in Strömen. Auch dass hier Schnittblumen und Blumenstöcke verkauft werden, kann man sich bei unseren kalten Temperaturen kaum vorstellen. Doch die Blumeninsel hat schließlich einen Ruf zu verlieren.

Und statt Schnee liegen auf den Dächern der Weihnachtsstände einfach glitzernde Girlanden, die im Wind leicht wogen.

Besonders gefällt mir der traditionelle Teil des Funchaler Weihnachtsmarktes hinter dem Palácio de São Lourenço: Rund um eine Krippe, die die Landschaft und Traditionen von Madeira liebevoll abbildet, führen Frauen und Männer in Madeirischer Tracht ihr Handwerk vor. Ob es nun Näherinnen sind, Schnitzer oder die Bäckerin, die auf dem Holzkohleofen nach alter Tradition das beliebte Bolo do Caco-Brot bäckt.

Zugegeben: Danach riechen wir etwas verräuchert. Ist es jedoch wert, weil wir für einen kurzen Moment Teil der madeirischen Weihnachts-Tradition sein durften.

Auf Funchals Prachtmeile, der Avenida Arriaga, sind unzählige Buden und Stände aufgebaut.
Bäckerin ist, die auf einem Holzkohleofen nach alter Tradition das beliebte Bolo do Caco-Brot bäckt.
Auch Krippen gehören untrennbar zum Weihnachtsfest auf Madeira.

Satt und mit glänzenden Augen spazieren wir zurück zu unserem Auto, das recht nahe am Ende des Weihnachtsmarktes steht. Oder eben ins Hotel.

Weihnachtslichter überall auf Madeira

Wusstest Du, dass Funchal bei weitem nicht die einzige Stadt auf Madeira ist, die sich für die Festtage herausgeputzt hat. Den Madeirern ist ihre Weihnachtsdeko ganz schön wichtig – sowohl privat als auch im öffentlichen Raum. Entsprechend haben fast alle Gemeinden ihre eigene Weihnachtsbeleuchtung. Zwei Orte haben mir dabei besonders gut gefallen:

Ribeira Brava und die rasante Begegnung mit dem Weihnachtszug

Ribeira Brava liegt ganz im Süden von Madeira. Vom Parkhaus neben dem Rathaus aus laufen wir zunächst zur festlich beleuchteten Kirche am zentralen Platz der Stadt. Womit wir so gar nicht gerechnet haben: Durch die Stadt saust in der Adventszeit allabendlich ein kleiner Zug auf Rädern. Natürlich gefahren vom Weihnachtsmann und besetzt mit überaus begeisterten Kindern allen Alters.

So überrascht sind wir, dass ich kein Foto mehr vom „Tschu-Tschu-Train“ gemacht habe, nachdem uns der Weihnachtszug fast umgefahren hätte. Sowas aber auch … Immerhin: An der Promenade steht ein weiterer Zug in dem große, kleine und vierbeinige Weihnachtsfreunde sitzen und spielen können. Und den konnte ich dann auch fotografieren. 😉

Besonders gefällt mir übrigens auch die üppig geschmückte und beleuchtete Promenade von Ribeira Brava, die allen auf Madeira ein frohes Weihnachten wünscht – mit einer Lichtinstallation, die pünktlich um Mitternacht am 31.12. zur nächsten Jahreszahl umschalten wird.

Ponta do Sol ‒ Madeiras kleines Weihnachtswunderland

In dem kleinen Städchen Ponta do Sol finden Fotografen, Models und solche die es werden wollen 1.001 weihnachtliches Fotomotiv: Die gesamte Promenade blinkt und leuchtet. Sogar die Eingänge der beiden Parktunnels der Stadt sind üppig mit LED-Lichtern geschmückt.

Zwischen der überlebensgroßen Krippe, dem charmanten Nussknacker, einem monströsen Weihnachtsbaum (wenn auch etwas kleiner als der in Funchal), einem Thron mit fliegendem Santa Claus und Straßenlampen wie aus „Harry Potter und der Weihnachtszauber“ schlendern wir fasziniert. Zugegeben: Du schlenderst. Ich dagegen hüpfe völlig außer Rand und Band zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten her. Und fühle ich mich wie in einem magischen Madeira-Weihnachts-Freizeitpark. Strahlende Augen und offener Mund inklusive. Weihnachten auf Madeira ‒ I love it!

Krippentradition auf Madeira: die Escadinha und die Lapinha

Auch Krippen gehören untrennbar zum Weihnachtsfest auf Madeira. Deswegen gibt es hier gleich zwei Sorten von Krippen. In der Regel sind in jeder Stadt beide Sorten vertreten. Klar: warum nur eine Krippe, wenn mensch auch zwei haben kann?

Du siehst: in Madeira gibt es an Weihnachten ganz eigene Weihnachtsbräuche. Bist Du bereits für eine kleine Krippen-Lektion?

Escadinha ‒ die Leiter mit dem Christkind obendrauf

Wie der Name „Leiterchen“ schon andeutet, besteht die Escadinha aus mehreren Stufen. Ihre unteren Stufen sind meist mit Kerzen, Statuen oder traditionellen „Opfergaben“ dekoriert. Das kann zum Beispiel saisonales Obst sein, Gemüse, Esskastanien oder Nüsse.

Auf der obersten Stufe dieser Krippe steht dann das Jesukind. Natürlich gewandet in ein traditionell besticktes Kleidchen. Manchmal stecken die Madeirer ihr Christkind zusätzlich noch in einen Glaskasten. Einen offiziellen Grund konnte uns bisher keiner verraten. Vielleicht damit ihm drinnen wärmer ist oder es nicht wegläuft?

Lapinha – die traditionelle madeirische Krippe

In der Lapinha vereinen die Madeirer ihre Traditionen mit der klassisch christlichen Krippe. Alles baut sich um die Figuren von Jesus, Maria und Josef auf. Dann kommen noch ein paar Hirten und Schafe dazu. Das kann richtig gut aussehen. Nämlich dann, wenn die Krippe üppig mit einheimischen Pflanzen bepflanzt ist, Moos und Zweige den Boden oder echte Wasserelemente die Krippe schmücken. So ist es zumindest bei diesen Krippen im Zentrum von Funchal und im ländlichen Prazeres.

Doch manchmal flippen die Madeirer beim Dekorieren auch richtig aus. Dann werden in den Lapinhas die biblischen Traditionen kreativ erweitert. In diesem Fall besuchen Statuen von in Tracht gekleideten Madeirern das Christkind. Oder auch Elfen, Zebras, Renaissance-Figuren aus Porzellan, Überraschungsei-Figuren… Womit wir wieder beim madeirischen Weihnachtsmotto „Mehr ist mehr“ wären…

Madeira an Weihnachten – ja bitte!

Magst Du Weihnachten? Stehst Du verrückten Kitsch? Liebst Du die Magie der blinkenden Weihnachtslichter? Dann tu es und mach im Dezember Urlaub auf Madeira. Ich kann mir spontan keinen Ort in Europa vorstellen, an dem Du besser (und bei angenehmeren Temperaturen) in Weihnachtsstimmung kommst, als auf dieser kleinen Insel voller verrückter Deko und Weihnachtsbeleuchtung.

2 Kommentare

  1. Hallo Monika,
    hört sich gut an – interessant, dass die so sehr auf Deko und Beleuchtung stehen. Ist es in Zeiten des Strom- und Gassparens immer noch so?
    Vielleicht ist es was für mich Ende Dezember – Wandern und Weihnachten. Wann genau warst du da? Weißt du, wie es an den Weihnachtstagen selbst (24. bis 26.) und zwischen den Jahren (27. bis 30.) ist, also Stimmung, Leere/Fülle, Öffnungszeiten?
    Grüße 🙂

    1. Hallöchen,
      ja, der Kitsch gehört kulturell einfach dazu. 2021 und 2022 war es unverändert – wie es dieses Jahr aussieht, kannst Du Anfang Dezember auf meinem Instagram-Account gucken. 😉 Die größten Installationen sind mit LEDs und Madeira ist stromtechnisch ziemlich autark. Ich glaube also, dass es so bleibt.

      An Weihnachten selbst war ich bisher noch nie dort. Allerdings sagt man mir, dass die Läden nur am 24. und Silvester früher schließen und teilweise am 25.12. und 1.1. zu haben. Gerade in den großen Supermärkten steht vor dem Eingang immer ein Schild, an dem sie die Sonder-Öffnungszeiten schon 14 Tage vorher ankündigen.

      Bzgl. Leere/Fülle: Viele Madeirer kehren zwischen Weihnachten und dem 7.1. nachhause zurück, es ist außerdem weltweit Urlaubszeit. Ich würde mit mittelvielen bis vielen Menschen rechnen. Also unbedingt wichtige Dinge wie Unterkunft, Flug, Mietwagen und evtl. die Silvesterfeier vorab buchen.

      Wenn Du planst, an Silvester auf Madeira zu sein, solltest Du unbedingt das Feuerwerk in Funchal einplanen. Infos dazu findest Du auf der offiziellen Website des Tourismusverbands: https://visitmadeira.com/de/veranstaltungen/veranstaltungen/weihnachten-und-silvester/

      Herzliche Grüße und unendlich viel Spaß auf Madeira
      Monika

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